Wärmeplattform: Erneuerbar Heizen in Aesch
Seit 2026 müssen beim Ersatz von älteren Öl- und Gasheizungen grundsätzlich erneuerbare Systeme zum Einsatz kommen. Die Aescher Wärmeplattform hilft dabei, für jeden Standort die passende Lösung zu finden.
Welche erneuerbare Heizung eignet sich für meine Liegenschaft?
Mit dem Suchfeld unten kann geprüft werden, welche Möglichkeiten der erneuerbaren Wärmeversorgung an einem Standort grundsätzlich infrage kommen und welche Lösungen dort vorgesehen oder in Prüfung sind. Hier Adresse der Liegenschaft eingeben und prüfen:
Hinweis: Die Wärmekarte wird nach Eingabe der Adresse angezeigt. Mit der Computermaus kann der angezeigte Kartenausschnitt direkt verschoben oder vergrössert/verkleinert werden.
Deshalb setzt Aesch auf erneuerbare Wärme
Mit der Wärmetransformation macht Aesch einen wichtigen Schritt hin zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung – und damit in Richtung Netto-NullExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. Treibhausgasemissionen bis 2050. Heute stammen noch rund 75 % der Heizenergie aus fossilen Quellen wie Öl oder Gas. Dieses Verhältnis soll sich klar zugunsten erneuerbarer Energie verändern.
Die in der Aescher Energiestrategie verankerte Wärmeplanung der Gemeinde sieht den Ersatz alter fossiler Heizsysteme durch nachhaltige Lösungen wie Fernwärme, Wärmepumpen oder Solarenergie vor. Seit 2026 dürfen Heizungen im Kanton Baselland – mit wenigen Ausnahmen – nur noch durch Systeme mit erneuerbarer Energie ersetzt werden. Dies schreibt das kantonale EnergiegesetzExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. vor, das auf den nationalen Klima- und EnergiezielenExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. basiert.
Fernwärme statt fossile Gasheizungen
Parallel zum Ausbau erneuerbarer Wärmesysteme wird die IWB in Aesch die Gasversorgung für fossile Komfortwärme (Heizen und Warmwasser) mittelfristig schrittweise zurück bauen. Damit sinkt die Nutzung des Gasnetzes kontinuierlich und die Betriebskosten steigen langfristig. Mittelfristig ist daher mit einer Stilllegung des Gasnetzes für Komfortwärme zu rechnen. Über Zeitplan und Rahmenbedingungen werden betroffene Liegenschaftseigentümer:innen frühzeitig informiert.
Ein erster grosser Schritt zur Wärmetransformation ist bereits erfolgt: Der Wärmeverbund Aesch beliefert seit 2025 zahlreiche Gebäude mit Fernwärme aus erneuerbarer Holzenergie. Der weitere Ausbau der Holzfernwärme ist zentral für eine sichere und langfristig nachhaltige Wärmeversorgung mit lokalen Energiequellen.
Schwerpunkte der Wärmetransformation
In der Geoportal-Karte auf der Aescher Wärmeplattform können folgende Informationen gefunden werden:
- Passende Möglichkeiten zur nachhaltigen Wärmeversorgung – inkl. Hinweise zu Beratungsangeboten
- Geeignete Standorte für kleinere Wärmeverbünde oder gemeinschaftliche Energielösungen wie z.B. ein Nanoverbund bei Reihenhäusern
- Anschlussmöglichkeit an das Multi-Energie-System im Gebiet Neumatt/Löhrenacker, bei dem Wärme, Strom und Speicherung smart kombiniert werden
- Lokale Energiequellen, die für nachhaltigen Wärme genutzt werden können
Damit schafft Aesch die Grundlage für eine zukunftsfähige und klimafreundliche Wärmeversorgung.
Überblick: Diese nachhaltigen Heizsysteme gibt es in Aesch
Gemeinsam mit regionalen Partnern setzt die Gemeinde Aesch die Wärmeplanung mit folgenden Heizsystemen um – abhängig von Standort, Gebäudetyp und lokalen Rahmenbedingungen:
- Anschluss an das Holzfernwärmenetz der Primeo Energie oder an einen derzeit geprüften Wärmeverbund: Besonders geeignet in Gebieten mit hoher Wärmedichte, in denen der Ausbau von Wärmeverbünden vorgesehen ist. Diese Lösungen ermöglichen eine effiziente Versorgung mit zentral erzeugter erneuerbarer Wärme
- Nachbarschaftliche Energielösungen / Nanoverbünde: Gemeinschaftliche Lösungen können vor allem bei benachbarten Liegenschaften oder engen Platzverhältnissen sinnvoll sein. Dabei werden mehrere Gebäude thermisch verbunden und gemeinschaftlich mit Wärme versorgt. Darüber hinaus können gemeinsam Erdsonden, Grundwassernutzungen, Solaranlagen oder Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge erstellt und betrieben werden.
- Wärmepumpen (Luft-Wasser, Erdsonden, Grundwasser): Vor allem für Einfamilienhäuser, kleinere Mehrfamilienhäuser und Gebäude ausserhalb von Wärmenetzgebieten geeignet. Sie nutzen lokal verfügbare Umweltwärme aus Luft, Boden oder Wasser. Dabei sind Lärmschutz, Platzverhältnisse und Gewässerschutzauflagen zu berücksichtigen.
- Holzheizungen: Eine erneuerbare Option insbesondere für Gebäude ohne Anschlussmöglichkeit an ein Wärmenetz. Aufgrund begrenzter Holzpotenziale ist der Einsatz situationsgerecht zu prüfen.
- Solarwärme und Hybridlösungen: Ergänzend einsetzbar, um Warmwasser oder einen Teil der Heizwärme solar zu erzeugen und den Einsatz anderer erneuerbarer Systeme zu reduzieren.
Was nun? Das sind die ersten Schritte in die Wärmezukunft
Liegenschaftseigentümer:innen spielen eine zentrale Rolle für die erfolgreiche Wärmetransformation. Sie setzen Heizsysteme lokal um können dabei von diversen Angeboten profitieren – von Beratungen bis zur finanziellen Unterstützung.
- Frühzeitig informieren: Besonders wichtig bei älteren, fossilen Heizungen und/oder bevor ein Heizungsersatz ansteht.
- Beratung nutzen: Die Gemeinde Aesch und ihre Partner helfen mit Energieberatungen, Förderprogrammen, abgestimmt auf die kommunale Wärmeplanung.
- Erneuerbare Lösung wählen: Je nach Standort eignen sich Wärmenetze, Wärmepumpen, Holzheizungen oder eine Kombination daraus.
- Synergien nutzen: Kleinere Wärmeverbünde oder Quartierslösungen können wirtschaftliche und ökologische Vorteile bieten.
- Vorausschauend planen: Eine frühzeitige Planung macht den Heizungsersatz kosteneffizient und sorgt für eine geordnete Umsetzung.
Hier lang! Kontakt und Beratungsstellen
- Gemeinde Aesch: Fachbereich Umwelt / Energie / Landschaft
- Baselbieter EnergieberatungExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.
- EnergieSchweiz: Impulsberatung für Ein- und Mehrfamilienhäuser bis 6 WohneinheitenExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.
- EnergieSchweiz: Impulsberatung für Mehrfamilienhäuser und StockwerkeigentumExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.
- Energieanalysen via Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK)Externer Link wird in einem neuen Fenster geöffnet.