Energiestrategie Aesch
Die Schweiz hat beschlossen, ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2050 auf netto null zu reduzieren. Auch die Gemeinde Aesch leistet ihren Beitrag. Die Aescher Energiestrategie zeigt, wie Klimaschutz gemeinsam mit Bevölkerung und Gewerbe umgesetzt werden kann – pragmatisch, finanzierbar und Schritt für Schritt.
Die Gemeinde Aesch setzt auf vier zentrale Bereiche:
- Energieeffizienz – weniger Energie verbrauchen
Gebäude sind besser isoliert, Heizungen und Anlagen werden effizienter. - Nachhaltige Wärme und Kälte – erneuerbar Heizen und Kühlen
Öl und Gas werden durch umweltfreundliche Systeme wie Fernwärme oder Wärmepumpen ersetzt. - Erneuerbarer Strom – mehr Strom aus Sonne, weniger Verbrauch
Solaranlagen sind ausgebaut und Strom wird gespart – etwa mit LED-Beleuchtung und sparsamen Elektro-Geräten. - Mobilität – sauber unterwegs sein
Die Gemeinde fördert Bus, Velo, Sharing-Angebote, das Gehen zu Fuss sowie E-Autos und E-Bikes – damit weniger Benzin und Diesel gebraucht wird.
Detailliert und schön gestaltet – weitere Infos zur Energiestrategie:
Energieförderung – Geld und Energie sparen
Gemeinde Aesch unterstützt Beratungen zu Energieeffizienz, erneuerbarer Wärme und Kälte, erneuerbarem Strom und nachhaltiger Mobilität. Genaue Infos sowie eine Übersicht an weiteren Förderangeboten sind auf www.aesch.bl.ch/foerderbeitraege zu finden.
Wärmeplanung Aesch
Die in der Energiestrategie verankerte Wärmeplanung sieht den Ersatz alter fossiler Heizsysteme durch nachhaltige Lösungen vor. Die Wärmeplanung zeigt auf, wie Aesch langfristig klimafreundlich, zuverlässig und bezahlbar mit Wärme versorgt werden kann.
Hintergrund: Seit 2026 dürfen Heizungen im Kanton Baselland – mit wenigen Ausnahmen – nur noch durch Systeme mit erneuerbarer Energie ersetzt werden. Dies schreibt das kantonale EnergiegesetzExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. vor, welches auf den nationalen Klima- und EnergiezielenExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. basiert.
Die wichtigsten Erkenntnisse der Wärmeplanung:
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Die Wärmenachfrage wird trotz leichtem Bevölkerungswachstum nicht steigen.
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Das Potenzial an erneuerbaren Energien reicht aus, um die künftige Wärmenachfrage fossilfrei zu decken.
- Auch die Birs kann künftig als Wärmequelle genutzt werden.
So geht es weiter mit der Wärmeplanung
- Wärmeplattform: Online-Karte mit Infos zur erneuerbaren Wärmeversorgung
- Umsetzung von Wärmeverbünden in geeigneten Quartieren
- Koordinierte Planung von Gas- und Wärmenetzen
- Information zu Quartierlösungen und kleinen Wärmeverbünden
Die Aescher Wärmeplattform auf www.aesch.bl.ch/waermeplattform zeigt für jeden Standort, welche Wärmeversorgung möglich ist. Mittelfristig ist mit einer Stilllegung des Gasnetzes für Komfortwärme (Heizen und Wasser) zu rechnen. Betroffene Eigentümer:innen werden frühzeitig über Zeitplan und Rahmenbedingungen informiert.
Vorreiter-Projekte in Aesch
Die Gemeinde Aesch setzt ihre Energiestrategie nicht nur mit Wärmeplanung, Förderungen und Beratung um, sondern entwickelt gemeinsam mit Bevölkerung, Energieversorgern, Fachpartnern und EnergieSchweiz – dem Programm des Bundesamts für Energie – auch konkrete Vorreiter-Projekte.
Mit den Projekten Multi-Energie-System, LEG+ (Lokale Energiegemeinschaften Plus) und SAN+ (Sanierungen Plus) werden neue Wege erprobt, um erneuerbare Energien, gemeinschaftliche Lösungen und energetische Sanierungen voranzubringen.
Die Projekte zeigen auf, wie die Energiezukunft von Aesch konkret umgesetzt werden kann – von der Information und Aktivierung bis hin zur gemeinsamen Planung und Umsetzung.
Mehr Informationen zu den Vorreiter-Projekten gibt's hier auf der Gemeindewebsite.
Smart City Aesch auf der Sportanlage Löhrenacker
Wie können Gemeinden auf Klimawandel, Ressourcenknappheit und gesellschaftliche Veränderungen reagieren? Smart Cities verbinden digitale Infrastruktur, Sensorik und Datenanalyse, um Energie, Verkehr und Infrastruktur effizienter zu betreiben.
Aesch nutzt diese Möglichkeiten, um konkrete Lösungen im Alltag zu testen. Zum Beispiel beim Pilotprojekt auf der Sportanlage Löhrenacker, wo diverse smarte Lösungen im Alltag getestet werden – u.a. in den Bereichen Beleuchtung, Bewässerung, Abfallentsorgung und Winterdienst.
Auf der Infotafel Smart City Aesch (PDF) wird das Aescher Pilotprojekt genauer erklärt.
Energieberatung
Bund, Kanton und Gemeinden finanzieren die öffentliche Baselbieter Energieberatung. Sie unterstützt Private, Unternehmungen und Gemeinden mit dem Ziel, die Energie effizient und sparsam zu nutzen und vermehrt erneuerbare Energie einzusetzen.
Kostenlose Erst- und Vorgehensberatung
Haben Sie Fragen zum Heizungsersatz oder zur Sanierung der Gebäudehülle? Möchten Sie im Alltag Energie sparen? Die Energieberatung zeigt MieterInnen und HauseigentümerInnen Möglichkeiten zur sparsamen und rationellen Energie-verwendung auf. Nutzen Sie die Chance und lassen Sie sich beraten!
Beratungen sind per E-Mail, am Telefon oder direkt bei der Beratungsstelle in Münchenstein möglich. Für Privatkunden (Mieter und Eigentümer) ist die erste Beratungsstunde (inkl. Vorbereitung, Abklärungen und Rückfragen) dank Beiträgen von Gemeinden und Kanton kostenlos sowie system-, produkt- und firmenneutral.
Geschäftskunden werden mit bis zu zwei Stunden (inkl. Vorbereitung, Abklärungen und Rückfragen) kostenlos unterstützt. Weitergehende Beratungen sind kostenpflichtig.
Öffentliche Baselbieter Energieberatung
c/o Primeo Energie
Weidenstrasse 27, 4142 Münchenstein 2
Tel. 061 415 45 47
- Preis
- kostenlos