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Wärmeplattform: Die passende erneuerbare Lösung für Ihre Liegenschaft

Seit 2026 müssen beim Ersatz von älteren Öl- und Gasheizungen grundsätzlich erneuerbare Systeme zum Einsatz kommen. Die Aescher Wärmeplattform zeigt einfach und schnell, welche erneuerbaren Heizsysteme für Ihre Liegenschaft infrage kommen: Adresse in das Suchfeld unten eingeben und Lösung finden! Ob Fernwärme, Wärmepumpe, Nanoverbund oder gemeinschaftliche Energielösung: Die Plattform unterstützt Eigentümer:innen dabei, frühzeitig die passende Lösung für ihre Liegenschaft zu finden.

Wärmeplattform - Screenshot
Markierungen: dunkelgrün = Wärmeverbund in Umsetzung/geplant, türkis = Wärmeverbund bestehend, orange: Wärmeverbund in Prüfung

Welche erneuerbare Heizung eignet sich für meine Liegenschaft?

Mit dem Suchfeld unten kann geprüft werden, welche Möglichkeiten der erneuerbaren Wärmeversorgung an einem Standort grundsätzlich infrage kommen und welche Lösungen dort vorgesehen oder in Prüfung sind. Hier Adresse der Liegenschaft eingeben und prüfen:

Hinweis: Die Wärmekarte wird nach Eingabe der Adresse angezeigt. Mit der Computermaus kann der angezeigte Kartenausschnitt direkt verschoben oder vergrössert/verkleinert werden. An dieser StelleExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. kann die Geoportal-Wärmekarte in einem separaten Browser-Fenster angezeigt werden.

Das bringt die Wärmeplattform

  • Sehen, welche erneuerbaren Heizlösungen an einem Standort sinnvoll sind
  • Erkennen, ob ein Anschluss an Fernwärme oder gemeinschaftliche Lösungen möglich ist
  • Erste Orientierung für den Heizungsersatz
  • Hinweise zu Beratungen und Fördermöglichkeiten
  • Sehen, welche Lösungen bereits bestehen oder geplant sind

Deshalb setzt Aesch auf erneuerbare Wärme

Mit der Wärmetransformation macht Aesch einen wichtigen Schritt hin zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung – und damit in Richtung Netto-NullExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. Treibhausgasemissionen bis 2050. Heute stammen noch rund 75 % der Heizenergie aus fossilen Quellen wie Öl oder Gas. Dieses Verhältnis soll sich klar zugunsten erneuerbarer Energie verändern.

Die in der Aescher Energiestrategie verankerte Wärmeplanung der Gemeinde sieht den Ersatz alter fossiler Heizsysteme durch nachhaltige Lösungen wie Fernwärme, Wärmepumpen oder Solarenergie vor. Seit 2026 dürfen Heizungen im Kanton Baselland – mit wenigen Ausnahmen – nur noch durch Systeme mit erneuerbarer Energie ersetzt werden. Dies schreibt das kantonale EnergiegesetzExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. vor, das auf den nationalen Klima- und EnergiezielenExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. basiert.

Energiezukunft Gasnetz

Fernwärme statt fossile Gasheizungen

Parallel zum Ausbau erneuerbarer Wärmesysteme wird die IWB in Aesch die Gasversorgung für fossile Komfortwärme (Heizen und Warmwasser) mittelfristig schrittweise zurück bauen. Damit sinkt die Nutzung des Gasnetzes kontinuierlich und die Betriebskosten steigen langfristig. Mittelfristig ist daher mit einer Stilllegung des Gasnetzes für Komfortwärme zu rechnen. Über Zeitplan und Rahmenbedingungen werden betroffene Liegenschaftseigentümer:innen frühzeitig informiert.

Ein erster grosser Schritt zur Wärmetransformation ist bereits erfolgt: Der Wärmeverbund Aesch beliefert seit 2025 zahlreiche Gebäude mit Fernwärme aus erneuerbarer Holzenergie. Der weitere Ausbau der Holzfernwärme ist zentral für eine sichere und langfristig nachhaltige Wärmeversorgung mit lokalen Energiequellen.

Ausbau der Holzfernwärme in Aesch

Primeo Energie baut das Holzfernwärmenetz in Aesch schrittweise weiter aus. Der Ausbau erfolgt etappenweise in den kommenden Jahren und schafft die Grundlage für eine langfristig erneuerbare Wärmeversorgung in weiteren Quartieren.

Der Übersichtsplan zum Holzfernwärmenetz in Aesch (PDF) zeigt die bestehenden Leitungen sowie die geplanten Ausbauetappen mit den vorgesehenen Realisierungszeiträumen.

Schwerpunkte der Wärmetransformation

In der Geoportal-Karte auf der Aescher Wärmeplattform können folgende Informationen gefunden werden:

  • Passende Möglichkeiten zur nachhaltigen Wärmeversorgung – inkl. Hinweise zu Beratungsangeboten
  • Geeignete Standorte für kleinere Wärmeverbünde oder gemeinschaftliche Energielösungen wie z.B. ein Nanoverbund bei Reihenhäusern
  • Anschlussmöglichkeit an das Multi-Energie-System im Gebiet Neumatt/Löhrenacker, bei dem Wärme, Strom und Speicherung smart kombiniert werden
  • Lokale Energiequellen, die für nachhaltigen Wärme genutzt werden können

Die Wärmetransformation gelingt nur gemeinsam – mit Eigentümer:innen, Energieversorgern, Gewerbe und Nachbarschaften.

Nachhaltige Heizsysteme - Luftbild von aesch

Überblick: Diese nachhaltigen Heizsysteme gibt es in Aesch

Gemeinsam mit regionalen Partnern setzt die Gemeinde Aesch die Wärmeplanung mit folgenden Heizsystemen um – abhängig von Standort, Gebäudetyp und lokalen Rahmenbedingungen:

  • Anschluss an das Holzfernwärmenetz der Primeo Energie oder an einen derzeit geprüften Wärmeverbund:
    Besonders geeignet in Gebieten mit hoher Wärmedichte, in denen der Ausbau von Wärmeverbünden vorgesehen ist. Diese Lösungen ermöglichen eine effiziente Versorgung mit zentral erzeugter erneuerbarer Wärme
  • Nachbarschaftliche Energielösungen:
    Auf Nachbarschaftsebene können gemeinschaftliche Energielösungen zusätzliche Vorteile schaffen. Beispielsweise gemeinsame Erdsonden, Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge, die mit lokalem Solarstrom betrieben werden, oder Sharing-Angebote im Mobilitätsbereich. Ziel ist es, Wärme, Strom und Mobilität gemeinsam zu denken und vorhandene Synergien zu nutzen. Die Gemeinde unterstützt solche Initiativen gezielt und begleitet interessierte Nachbarschaften bei der Entwicklung passender Lösungen.
  • Nanoverbünde: 
    Nanoverbünde eignen sich insbesondere bei benachbarten Liegenschaften oder Reihenhäusern mit engen Platzverhältnissen. Dabei werden mehrere Gebäude thermisch miteinander verbunden und gemeinschaftlich mit Wärme versorgt – zum Beispiel mit Fernwärme oder einer gemeinsamen Wärmepumpe. Solche Lösungen können Kosten sparen und bestehende Infrastruktur effizienter nutzen.
  • Wärmepumpen (Luft-Wasser, Erdsonden, Grundwasser):
    Vor allem für Einfamilienhäuser, kleinere Mehrfamilienhäuser und Gebäude ausserhalb von Wärmenetzgebieten geeignet. Sie nutzen lokal verfügbare Umweltwärme aus Luft, Boden oder Wasser. Dabei sind Lärmschutz, Platzverhältnisse und Gewässerschutzauflagen zu berücksichtigen.
  • Holzheizungen:
    Eine erneuerbare Option insbesondere für Gebäude ohne Anschlussmöglichkeit an ein Wärmenetz. Aufgrund begrenzter Holzpotenziale ist der Einsatz situationsgerecht zu prüfen.
  • Solarwärme und Hybridlösungen:
    Ergänzend einsetzbar, um Warmwasser oder einen Teil der Heizwärme solar zu erzeugen und den Einsatz anderer erneuerbarer Systeme zu reduzieren.

Was nun? Das sind die ersten Schritte in die Wärmezukunft

Liegenschaftseigentümer:innen spielen eine zentrale Rolle für die erfolgreiche Wärmetransformation. Sie setzen Heizsysteme lokal um können dabei von diversen Angeboten profitieren – von Beratungen bis zur finanziellen Unterstützung.

  • Frühzeitig informieren: Besonders wichtig bei älteren, fossilen Heizungen und/oder bevor ein Heizungsersatz ansteht.
  • Beratung nutzen: Die Gemeinde Aesch und ihre Partner helfen mit Energieberatungen, Förderprogrammen, abgestimmt auf die kommunale Wärmeplanung. Hier geht's zu den Beratungsangeboten der Aescher Energieförderung (Energieeffizienz, erneuerbare Wärme/Kälte/Strom, nachhaltige Mobilität).
  • Erneuerbare Lösung wählen: Je nach Standort eignen sich Wärmenetze, Wärmepumpen, Holzheizungen oder eine Kombination daraus.
  • Synergien nutzen: Kleinere Wärmeverbünde oder gemeinschaftliche Energielösungen können wirtschaftliche und ökologische Vorteile bieten.
  • Vorausschauend planen: Eine frühzeitige Planung macht den Heizungsersatz kosteneffizient und sorgt für eine geordnete Umsetzung.

Gemeinsam statt alleine planen: Viele Lösungen lassen sich gemeinsam einfacher, effizienter und wirtschaftlicher umsetzen – insbesondere bei benachbarten Liegenschaften oder gemeinsamen Infrastrukturen.

Hier lang! Kontakt und Beratungsstellen

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Übersichtsplan Holzfernwärmenetz Aesch (PDF, 1.54 MB) Download 0 Übersichtsplan Holzfernwärmenetz Aesch