Budget 2027: Finanzielle Lage bleibt angespannt
Der Gemeinderat hat sich in den letzten Wochen und Monaten intensiv mit dem Budget 2027 beschäftigt. Dabei wurden Ausgaben kritisch hinterfragt und gezielte Massnahmen zur Verbesserung der Einnahmen in den Bereichen Nachtparking und Mittagstisch sowie in weiteren Bereichen beschlossen. Zusammen mit einer Stabilisierung der Kosten für das Alter und die Pflege konnte im Budgetprozess das ursprüngliche Defizit von CHF 3.3 Mio. deutlich reduziert werden.
Besonders stark steigen die Kosten im Bildungsbereich. Aufgrund der wachsenden Kinderzahlen werden zusätzliche Kindergartenklassen, Lehrpersonen und schulische Betreuungsangebote benötigt. Der Nettoaufwand für die Bildung erhöht sich gegenüber dem Budget 2026 um rund CHF 1.17 Mio.
Für 2027 sind Nettoinvestitionen von rund CHF 4.69 Mio. vorgesehen. Die bevorstehenden Grossinvestitionen in den Schulraum werden den Finanzhaushalt in den kommenden Jahren zusätzlich belasten. Da die Gemeinde ihre Investitionen nicht aus selbst erwirtschafteten Mitteln finanzieren kann, ist mit einer zunehmenden Verschuldung und mit zunehmenden Zinskosten zu rechnen.
Für 2027 wird noch keine Steuererhöhung beantragt. Wie bereits im Vorjahr angekündigt, will der Gemeinderat zunächst die Wirkung der eingeleiteten Massnahmen sowie der kantonalen Vorstösse zur finanziellen Entlastung der Gemeinden abwarten. Angesichts der anhaltenden Defizite und der bevorstehenden Investitionen dürfte es jedoch schwierig werden, die finanzielle Stabilität in den kommenden Jahren ohne eine Steuererhöhung sicherzustellen. Eine konsequente Kostendisziplin und sorgfältige Finanzplanung bleiben deshalb unerlässlich.
Über das Budget 2027 sowie die Steuersätze und Gebühren entscheidet die Gemeindeversammlung am Montag, 7. Dezember 2026, um 19.00 Uhr in der Mehrzweckhalle Löhrenacker.
Gemeinderat Aesch