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Nanoverbünde in Aesch: Gemeinsam heizen statt jeder für sich

3. November 2026
Die Gemeinde Aesch prüft mit sechs Reihenhäusern ein erstes Pilotprojekt für einen sogenannten Nanoverbund.

Muss jedes Haus eine eigene Heizung haben? Nicht unbedingt. Bei benachbarten Häusern kann es sinnvoll sein, die Wärmeversorgung gemeinsam zu organisieren. Eine solche Lösung nennt sich Nanoverbund.

Was ist ein Nanoverbund?

Bei einem Nanoverbund werden zwei oder mehrere benachbarte Gebäude über kurze Wärmeleitungen miteinander verbunden. So können die bereits vorhandenen Heizungen gemeinsam genutzt und besser ausgelastet werden. Die Heizungen müssen dafür nicht ersetzt werden. Erst wenn später ein Heizungsersatz ansteht, kann der Verbund schrittweise auf erneuerbare Energien umgestellt werden.

Die Vorteile sind vielfältig: Betriebs- und spätere Investitionskosten können gemeinsam getragen werden. Die Wärmeversorgung wird sicherer, da bei Ausfall einer Heizung andere Anlagen im Verbund einspringen können. Die vorhandenen Leistungsreserven können dafür genutzt werden. Langfristig kann eine gemeinsame Wärmepumpe mehrere einzelne Anlagen ersetzen. Das spart Platz und vermeidet zusätzliche Ausseneinheiten vor jedem Haus.

Für den Betrieb eines Nanoverbunds wird die Zusammenarbeit vertraglich geregelt. Dazu gehören insbesondere die Aufteilung der Kosten, die Abrechnung der gelieferten Wärme sowie die Rechte und Pflichten der Beteiligten. Auch für einen späteren Eigentümerwechsel oder den Austritt aus dem Verbund werden Regelungen getroffen.

Aesch prüft ein erstes Pilotprojekt

Auch in Aesch wird diese Form der nachbarschaftlichen Wärmeversorgung geprüft. Eigentümerinnen und Eigentümer von sechs benachbarten Reihenhäusern haben sich dazu mit der Gemeinde und Fachleuten von IWB ausgetauscht.

Gemeinsam wird untersucht, wie sich die vorhandenen Heizungen gemeinsam nutzen lassen, welche technischen Möglichkeiten bestehen und wie die Zusammenarbeit wirtschaftlich und organisatorisch gestaltet werden könnte.

Noch ist offen, ob der Nanoverbund realisiert wird. Das Pilotprojekt soll auch Erfahrungen für weitere geeignete Nachbarschaften in Aesch liefern.

Gemeinsam die Energiezukunft gestalten

Nanoverbünde können besonders dort interessant sein, wo grössere Wärmenetze nicht zur Verfügung stehen, wenig Platz für einzelne Wärmepumpen vorhanden ist oder die Eigentümerschaften bewusst auf mehrere separate Anlagen verzichten möchten.

Vielleicht liegt die passende Heizlösung also nicht nur im eigenen Keller, sondern auch in der Zusammenarbeit mit der Nachbarschaft.

Gemeinde Aesch

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