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Birsstadt TV: Ausblick auf das Aescher Jahr 2023

24. Januar 2023

Auch 2023 werden Gemeinderat und Verwaltung wegweisende Projekte lancieren, weitertreiben oder abschliessen. Als Kompass dienen dabei die Legislaturplanung 2020 - 2024 und die Vision «Aesch 2040» mit dem Leitsatz «Mitten im Grünen gelegen entwickelt sich das lebendige Dorf Aesch zu einem Ort, an dem alle Generationen gerne wohnen, arbeiten und sich erholen».

Ins neue Jahr gestartet ist Aesch mit 10'663 Einwohnerinnen und Einwohnern. Das sind 154 mehr als vor einem Jahr und 415 mehr als vor zehn Jahren. Um ihnen – und allen anderen, die Aesch bewegen und beleben – ein lebenswertes Dorf mit den bestmöglichen Dienstleistungen zu bieten, hat die Gemeinde ihre strategischen Ziele zu acht Schwerpunkten zusammengefasst. An diesen Bereichen orientiert sich auch dieser Jahresausblick: Lebensraum, Naherholungsraum, Generationen, Vernetzung, Mobilität, Ressourcenmanagement, Digitalisierung und Gemeindeorganisation.

Lebensraum – Entwicklung im Zentrum, am Rand und im Grünen

Im Bereich Lebensraum liegt der Fokus auf der Planung der Aufwertung des Dorfkerns. Zentral dabei sind die  Tramschlaufe und die Umgestaltung der Hauptstrasse inklusiv dem Übergang zum Coop-/Migros-Platz. Zusammen mit dem Kanton sind bereits wichtige Fortschritte erzielt worden. Für die Hauptstrasse und die Tramführung wird 2023 gemeinsam ein Betriebs- und Gestaltungskonzept erarbeitet. Dies unter Berücksichtigung, dass das Tram eines Tages allenfalls auch an den Bahnhof Aesch verlängert werden könnte.

Auch in den Entwicklungsgebieten geht es vorwärts: In Aesch Soleil werden die weiteren Rahmenbedingungen der künftigen Entwicklung erarbeitet, basierend auf dem Gesamtkonzept und in Abstimmung mit dem Kanton, den Grundeigentümern und der Zonenplanrevision. Diese soll dieses Jahr der Bevölkerung und allen weiteren Anspruchsgruppen zur Mitwirkung vorgelegt werden. Ausserdem werden die Grundlagen für die Quartierplanreglemente und für den zielgerichteten Einsatz von Mehrwertabgaben überprüft und bei Bedarf angepasst.

2023 wird zudem ein Zielbild für begrünte öffentliche Räume erarbeitet. Neben Grün- und Naherholungsraum soll auch mehr und besserer Lebensraum für Flora und Fauna geschaffen werden. Geplant sind Infoveranstaltungen zu wichtigen Themen wie Ökologie und Biodiversität und, wer weiss, vielleicht wird ja schon dieses Jahr der erste «Prix Jardin» ausgeschrieben.

Naherholungsraum – Biodiversität von der Birs bis in die Klus

Im Bereich Naherholungsraum wird die von der Gemeinde mitfinanzierte ökologische Aufwertung des Naherholungsraums Klus fortgesetzt. Und neben den Mountainbike-Pisten auf dem Trailcenter werden im Frühling die Biodiversitäts-Oasen erblühen, deren Grundlage im vergangenen Jahr gesetzt worden ist.

Neben Massnahmen für die Artenvielfalt beschäftigt die Gemeinde auch die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der Klus – wichtige Erkenntnisse dazu liefert bald eine Projektarbeit von Studierenden der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW).

Mit dem Birsufer wird auch der zweite wichtige Lebens- und Naherholungsraum weiterentwickelt. Dazu wird ein Konzept für die Aufwertung des Birsraums und für einen besseren Zugang zur Birs erarbeitet.

Im ersten Halbjahr 2023 wird zudem die Birswarte fertiggestellt und für alle Generation zugänglich sein – eine gedeckte und erhöhte Aussichtsbank, von der aus die Natur «Mitten im Grünen gelegen» erlebt und erfahren werden kann. Die Birswarte ist Teil der ökologischen Aufwertung der Grundwasseranreicherungsanlage «Chueweid» , dem Aescher Leuchtturm-Projekt des Aktionsplans Birspark Landschaft der Birsstadt-Gemeinden.

Generationen – Raum für Schule, Jugendliche und Senior:innen

Im Schwerpunkt Generationen liegt der Fokus auf der Planung und Umsetzung der Schulraumerweiterung für die Primarstufe. Dazu wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte ein Provisorium am Standort Neumatt errichtet. Bei der Fertigstellung der Schulraumstrategie wird auch eine Verbesserung der Tagesangebote für Kinder geprüft. Weiter wird das Konzept der Jugendarbeit aktualisiert und – zusammen mit den Jugendlichen – neuer Aufenthaltsraum geschaffen.

Im Bereich betreutes Wohnen wird mit dem Alterszentrum das Projekt am Standort Brüel konkretisiert. Mit der Versorgungsregion Birsstadt soll zudem geprüft werden, wie die Tagesbetreuung bedarfsgerecht verbessert werden kann

Zusammengefasst werden Bedürfnisse wie die der oben genannten Projekte durch die Erarbeitung eines Generationenleitbilds. Dessen breite Abstützung soll sicherstellen, dass Aesch in allen Lebensabschnitten attraktiv ist und sich hier alle wohl und willkommen fühlen.

Vernetzung – vom digitalen Dorfplatz zur Brücke nach Dornach

Mit dem digitalen Dorfplatz Crossiety wurde vergangenes Jahr eine Kommunikationsplattform geschaffen, auf der sich Vereine, Gewerbe, Verwaltung und die Bevölkerung noch enger vernetzen können. Der Schwung der erfolgreichen Lancierung soll die soziale Vernetzung auch dieses Jahr beflügeln.

Um Aesch noch attraktiver und bekannter zu machen, werden Konzepte zur Standortförderung und zur verbesserten Netzwerkpflege erarbeitet. Daneben pflegen Gemeinderat und Verwaltung weiterhin den engen Kontakt mit Gewerbetreibenden.

Die Zusammenarbeit mit Kanton und Nachbargemeinden hat auch in diesem Jahr einen sehr hohen Stellenwert. Gemeinsam mit der Gemeinde Dornach und den Kantonen Basellandschaft und Solothurn wird eine Lösung für einen Birsübergang nach Dornach gesucht. Dies im Kontext des neuen A18-Vollanschlusses Aesch.

Mobilität – besseres Velo-, Schienen- und Strassennetz

Der A18-Vollanschluss Aesch sollte bis Mitte Jahr vollständig in Betrieb genommen werden. Ein Meilenstein zur Verbesserung der Mobilität in Aesch. Damit der Autobahn-Zubringerverkehr nach der Eröffnung optimal fliesst, werden auf der Dornacherstrasse flankierende Massnahmen umgesetzt - zusammen mit dem Kanton.

Als wichtige Verkehrsdrehscheibe wird die Planung rund um den Bahnhof Aesch weiterentwickelt mit Blick auf künftige Projekte wie dem 15-Minuten-Takt der S-Bahn, einem Wendegleis, der Velovorzugroute durch das Birstal, dem A18-Anschluss Angenstein, der Birsbrücke nach Dornach oder einer möglichen Tramverlängerung.

Nachdem die Sharing-Angebote im Bereich E-Mobilität in den letzten Monaten stark ausgebaut wurden, geht es nun darum, die Nutzung von Pick-e-Bike, Carvelo2go oder des E-Carsharings von Mobility auch bei Firmen und Arbeitnehmer:innen weiter bekannt zu machen – mehr Nutzung, mehr Nutzen.

Auch neben der E-Mobilität wird das Thema Velofahren dieses Jahr das Dorf bewegen: Wenn am 19. Februar die Aescher Fasnacht beginnt, steht diese mit dem Sujet «Aesch stramplet mit» ganz im Zeichen des letztjährigen Tour de Suisse-Volksfests. Zweiradfreunde kommen ausserdem am 22. und 23. April 2023  bei den «Trail-Days Baselland» auf dem Trailcenter auf ihre Kosten.

Ressourcenmanagement – mehr nachhaltige Energie

Im Schwerpunkt Ressourcenmanagement wird der Aescher Wärmeverbund umgesetzt, gemeinsam mit der Bürgergemeinde und Primeo Energie. Neben dem Bau der neuen Holzheizzentrale geht es um die Planung des Leitungsverlaufs, damit im Herbst 2024 die erste Wärme geliefert werden kann. Zur Nutzung weiterer nachhaltiger Energieressourcen soll zudem das Potenzial für Solarenergie und Photovoltaik auf den Gebäuden der Gemeinde analysiert und in eine Umsetzungsstrategie überführt werden.

Digitalisierung – bessere Online-Angebote für die Bevölkerung

Auch 2023 sollen die Chancen der digitalen Transformation genutzt werden: Mit dem Kanton wird ein kundenzentriertes Einwohnerportal geplant. Dieses soll mit einem einzigen Zugang die digitalen Dienstleistungen von Bund, Kanton und Gemeinde bündeln. Neben dem verbesserten Online-Schalter wird auch der digitale Dorfplatz Crossiety ausgebaut: Bis in einem Jahr sollen dort mindestens 2000 Einwohner:innen direkt erreicht werden können – die Vernetzung von Gemeinde, Gewerbe, Vereinen und weiteren Institutionen wird so massiv vereinfacht. Auch für die interne Kommunikation von Verwaltung und Gemeinderat ist Crossiety eine ideale Ergänzung zu bestehenden Kanälen.

Auf der Verwaltung umgesetzt werden zudem die Einführung eines digitalen internen Kontrollsystems (IKS), die digitale Zeiterfassung und die Umstellung auf die digitale Mitarbeitendenbeurteilung. Weiter wird die Strategie zur digitalen Transformation aktualisiert.

Gemeindeorganisation – klare Strukturen und Aufgaben

Beim strategischen Schwerpunkt Gemeindeorganisation werden – im Nachzug zur neuen Organisationsstruktur – auch die Aufgaben- und die Ressortverteilung des Gemeinderats überprüft. Ausserdem wird im Gemeinderat und auf der Verwaltung ein Projektmanagement-System eingeführt. Mit diesem können grosse Aufgaben künftig noch effizienter und effektiver umgesetzt werden.

Dieses Jahr werden zudem die Werte der Gemeindeverwaltung, welche die Mitarbeitenden und der Gemeinderat gemeinsam erarbeitet haben, konkretisiert. So werden die Resultate der Kulturentwicklung in allen Bereichen verankert und erlebbar.

Der Gemeinderat und die Mitarbeitenden der Verwaltung freuen sich darauf, das neue Jahr zum Wohl der Aescher Bevölkerung anzugehen und wünschen allen ein erfüllendes, erfolgreiches und gesundes 2023! Der Jahresausblick mit den Legislaturzielen 2023 des Gemeinderats ist auch Thema der kommenden Birsstadt TV-Sendung.

Gemeinderat Aesch

Das verschneite Aesch von oben gesehen
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