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Badewasserqualität von Fliessgewässern – Birs schneidet gut ab

3. August 2022

Die zweite Untersuchung zur Badewasserqualität von Fliessgewässern in diesem Jahr wurde am 19. Juli 2022 durchgeführt. Hierbei wurde das Wasser der untenstehenden Flüsse und Bäche untersucht.

Die Untersuchungen zur mikrobiologischen Wasserqualität stützen sich auf eidgenössische Empfehlungen. Dabei konzentriert sich die Untersuchung auf das Vorhandensein von Darmbakterien wie Escherichia coli und intestinale Enterokokken. Der Nachweis dieser Bakterien kann auf eine fäkale Verunreinigung menschlicher oder tierischer Herkunft hinweisen.

In Abhängigkeit der Resultate erfolgt eine Einteilung des Gewässers in die vier Qualitätsklassen A bis D. Eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch das Schwimmen oder Schlucken von Fluss- oder Bachwasser ist bei den Qualitätsklassen A und B nicht zu erwarten, aber bei den Qualitätsklassen C bis D nicht auszuschliessen, respektive möglich. Die Untersuchung führte zu folgender Beurteilung:

Badewasserqualität

Qualitätsklasse A:

Rhein (Höhe Schweizerhalle)

Qualitätsklasse B:

Birs (Liesberg), Lützel (Röschenz), Birs (Dittingen, Aesch & Birsfelden)

 

Qualitätsklasse C:

Lüssel (Brislach), Frenke (Bubendorf), Schliefbach (Therwil), Eibach (Gelterkinden), Marchbach (Oberwil) und Wasserfall Giessen (Kirchberg)

Qualitätsklasse D:

Birsig (Binningen) und Ergolz (Pratteln)

An den beprobten Stellen, bei welchen die Wasserqualität in die Qualitätsklassen C fallen, sollten Badende das Tauchen vermeiden und nach dem Baden eine gründliche Dusche nehmen. An Stellen, bei denen die Wasserqualität in die Qualitätsklasse D fällt, ist vom Baden abzusehen.

Grundsätzlich gilt: Unterhalb von ARA-Einleitungen sollte nicht gebadet werden, da dort die gereinigten Abwässer eingeleitet werden, die mikrobiologisch stark belastet sein können. Je näher sich eine Badestelle bei einer ARA befindet, desto problematischer ist die Badewasserqualität.

Es sei zudem darauf hingewiesen, dass nach Niederschlägen die Wasserqualität in der Regel schlechter sein kann. Neben den Abwasserreinigungsanlagen tragen vor allem oberflächliche Abschwemmungen und Entlastungswasser aus den Kanalisationen zur mikrobiologischen Verunreinigung bei. Die Wasserqualität bessert sich in der Regel nach zwei bis vier Tagen.

Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BL

Graureiher in der Birs bei Aesch
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