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Geschichte

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Aeschs Geschichte der Neuzeit

1500 - 1800

1501
  • Basel tritt in den Bund der Eidgenossen.
  • Die Stadt teilt ihr Untertanengebiet in Verwaltungsbezirke oder Ämter ein: Farnsburg mit 28, Waldenburg mit 18, Homburg mit 7, Liestal mit 6 und Münchenstein mit 6 Gemeinden. Das Amt Liestal wird von zwei jährlich wechselnden Schultheissen, einem Basler und einem Liestaler, verwaltet. Die anderen Vogteien unterstehen Ober- und Landvögten.
  • Basel bleibt mit anderen Birseckgemeinden im Fürstentum Basel.
  • Die Pest durchzieht das Land und fordert viele Menschenleben.


1511

  • Reinach erhält eine eigene Pfarrei.


1512

  • Die Klostergüter in Aesch, die dem Roten Haus (Schweizerhalle) gehören, werden dem Siechenhaus zu St. Jakob zu eigen gegeben.


1519

  • Heinrich der Graue, der letzte der Thiersteiner, stirbt. Die Vogtei Pfeffingen geht als erledigtes Lehen an den Bischof zurück und erhält bischöfliche Landvögte. Von 1583-1792 handelt es sich dabei ausschliesslich um Angehörige der Familie Blarer von Wartensee.


1525

  • Die Bauern fordern mehr Freiheiten und Enthebung von den Lasten. In den oberen Ämtern herrscht der Bauernkrieg.
  • Die Gemeinden des Birseck werden ins Basler Bürgerrecht aufgenommen, vorbehalten bleiben die bischöflichen Rechte und Ansprüche. Das Birseck verpflichtet sich, für Basel Kriegsdienste zu leisten. Die Stadt gewährt ihm dafür Schutz und Schirm.


1528

  • Am 19. Juli verlegt Bischof Philipp von Gundelsheim wegen der in Gang gekommenen Reformation seinen Sitz nach Pruntrut, was für die spätere Entwicklung von grosser Wichtigkeit ist.


1530

  • Die Reformation wird im Birseck und im Laufental eingeführt.
  • Schloss Pfeffingen und die Gemeinden Aesch, Grellingen und Duggingen werden für eine Summe von 2'000 Gulden durch den Bischof an die Stadt Basel verpfändet.


1542

  • Bischof Philipp von Gundelsheim verpfändet die Ämter Birseck, Pfeffingen, Zwingen, Laufen, Delémont, Freiberg und St. Ursanne um 1'200 Gulden für 12 Jahre an die Stadt Basel.


1555

  • Der Zinsrodel 1555/1556 der Vogtrechnung Pfeffingen zeigt, dass "Esch" 35 Fastnachtszinshühner abliefert - von jeder Haushaltung ein Stück.


1557

  • Dr. Wendelin Zipper erwirbt Schloss Angenstein käuflich. Das Schloss wird ausgebaut. Es enthält eine der Heiligen Anna gewidmete Kapelle. Am Anna- und Wendelinstag wird daselbst noch heute vom jeweiligen Pfarrer von Pfeffingen eine Heilige Messe gelesen.
  • Nach einem Vertrag des Fürstbischofs mit Solothurn darf das Schloss nicht zur Festung ausgebaut werden.
  • Die Glasfenster der Schlosskapelle befinden sich leider noch immer im Historischen Museum Bern.


1566

  • In Esch wird eine Ziegelscheune als bischöfliches Lehen errichtet. Auf Hansen Kerman von Frauenfeld wird ein Lehensbrief ausgestellt: "Lehensbrief vom 18. Januar 1569, auf Hansen Kerman, von Frauenfeld, jetzt malen zu Esch sesshaft, über die Ziegelscheuer daselbst samt Zugehör, gegen jährlichen Grund- und Bodenzins von 20 Pfund guter Stebler, Basler Währung. Sodann solle er jährlich und ein jedes Jahr anderthalb Tausend Dachziegel, dann 15 Viertel Kalk und 200 Backsteine gen Pfeffingen liefern."


1575

  • Jakob Christoph Blarer von Wartensee wird am 22. Juni 1575 in Delsberg zum Fürstbischof gewählt.


1582

  • Am 11. Februar hält Bischof Blarer zum Ersten mal seit der Reformation in Pfeffingen einen katholischen Gottesdienst mit hl. Messe und Predigt.
  • Der Schlattmeyer setzt sich für die Reformation ein.
  • Auf Befehl des Fürstbischofs versammelt der Vogt von Pfeffingen die Amtsangehörigen, "was 14jährig und darüber sei", auf Dienstag, 1. Juli, vormittags 7 Uhr, vor dem Wirtshaus Sonne zu Aesch. Am 2. Juli, abends 8 Uhr, reitet die Gesandtschaft der sieben katholischen Orte der Eidgenossenschaft in Aesch ein.


1585

  • In einem Vertrag zwischen Bischof Blarer und der Stadt Basel wird die Abtretung aller alten Ansprüche und Rechte des Bischofs wie Steuern, Zehnten und dergleichen der bisher an Basel verpfändeten Gebiete (Oberbaselbiet) an die Stadt Basel festgelegt. Basel zahlt dem Bischof dafür 200'000 Gulden. Ebenso werden die alten Rechte des Domkapitels um 50'000 Gulden an Basel abgetreten.


1586

  • Aesch hat 48, Pfeffingen 15, Duggingen 29 und Grellingen 6 Häuser.
  • Im Frühjahr führt Fürstbischof Jakob Christoph Blarer von Wartensee den Gregorianischen Kalender, verschiedene katholische Feiertage und Marienfeste ein.


1588

  • Im Bistum wird der alte katholische Glauben wieder eingeführt.
  • Esch führt eine Schule ein und Abraham Keller wird Schulmeister.


1597

  • Das Schloss Aesch war im 16. Jh. eine Herberge; denn nach einer Urkunde wurde es mit "Herberge" benannt, als sie der "ehrbare Hueber, Bürger und Wirt zu Aesch", im Jahre 1597 mit allem Umschwung dem Witterswiler Bürger Ruedi Schmidlin verkaufte.


1600

  • Der Landesfürst stellt an Jost Scherrer, Müller zu Esch, einen Lehensbrief über die obere und untere Mühle im Dorf Esch gelegen, mit den Weyermatten samt allen denen Behörden, Rechten und Gerechtigkeiten, aus. Die obere Mühle stand anstelle des heutigen Gasthauses Mühle. Die untere Mühle, genannt "s'chlai Mühleli", stand am Hang gegen den damals noch offenen Klusbach, wo jetzt unterhalb der Hauptstrasse steht. In den Weihermatten befanden sich die Wasserausgleichsbecken für die Mühlen.


1606

  • Die Herberge zu Aesch wird abgebrochen. An deren Stelle beginnt die Erbauung des Blarer-Schlosses. 1608 sind die Stallungen "Im Hof" fertiggestellt.


1610

  • Die Pest zieht durch die Lande und fordert viele Opfer.


1614

  • Ein kaiserlicher Freiheitsbrief befreit die Nachkommen Zippers auf Schloss Angenstein von der Türkensteuer.


1615

  • Der Landvogt auf Pfeffingen beantragt dem Fürstbischof die Errichtung einer Steuer zur Erhaltung eines Schulmeisters in Esch.


1618 - 1648

  • Die Schweden streifen plündernd und raubend durch die Dörfer. Schloss Angenstein wird bis auf die Umfassungsmauern zerstört.
  • Der Fürstbischof zieht die kaiserliche Reichskriegssteuer einer Einquartierung von Truppen vor.


1624

  • Ab 1624 lautet die Ortsbezeichnung "Aesch".


1625

  • Der Fiechtenwald wird gerodet.


1652

  • Bischof Johannn von Schönau und die Eidgenossen schliessen einen Schirmvertrag ab.
  • Die Ämter Birseck und Pfeffingen werden in die schweizerische Verteidigungslinie einbezogen.


1653

  • Ausbruch des Bauernkrieges in den oberen Ämtern. Die Bauern verlangen Entlastung von den drückenden Zinsen und Abgaben.
  • Hinrichtung der Bauernführer auf der Richtstätte vor dem Steinentor in Basel.
  • Liestal verliert seine Vorzugsstellung.


1665

  • Erste bildliche Darstellungen des Blarer’schen Schlosses zu Aesch durch Lohnherr Meyer.
  • In den Kirchenbüchern von Pfeffingen beginnen die offiziellen Aufzeichnungen der Ehen, Geburten und Todesfälle.


1668-1675

  • Französische Truppen ziehen durch unsere Gegend und verlangen Abgaben.


1670

  • Auf dem Gottesacker wird von der Familie Blarer die St. Josefkapelle erbaut.


1692

  • Man beschliesst am 7. Dezember, der Birs zwischen Aesch und der Dornacherbrücke einen geraden Lauf zu geben und die dadurch gewonnenen Aescher Birsmatten als Gemeindegut zu erklären.


1705

  • Aesch hat 103 wehrfähige Männer.
  • Das Zollhaus "Mugge" wird erbaut. Die alte Fahrstrasse vom Laufental nach Basel führte vorher über den Plattenpass nach Basel.
  • Einführung des Strassenzolls.


1707

  • Das Blarer'sche Schloss in Aesch wird in Basel Vogtei- und Verwaltungssitz der Vogtei Pfeffingen.
  • Das Schloss Pfeffingen wird als Wohnsitz des Vogtes aufgegeben und dem Zerfall überlassen.


1731

  • In Aesch entsteht eine Schützengesellschaft. Sie erhält vom Bischof einen Geldbetrag zum Ausschiessen.


1741

  • Aesch wird durch mehrere Feuersbrünste heimgesucht. Eine fürstliche Verordnung zur Brandverhütung wird erlassen. Sie wird jährlich verlesen und angeschlagen.


1743

  • Der Vogt erklärt, dass "heute etwa 5 bis 6 Geschlechter die ganze Gemeinde ausmachen und ohne Dispenz fast nicht geheiratet werden könne, daher die Aufnahme eines neuen Bürgers gerechtfertigt sei".


1745

  • Am 13. April wird eine fürstlich verordnete Volkszählung durchgeführt. Spezifikation aller Bürger, Witwen, Hintersässen und fremden Einwohner mit Namen und Profession: 98 Bürger, 27 Witwen, 2 Hintersässen, 4 Lehenslüt, 4 fremde Einwohner allda.
  • Die Volkszählung ergibt in Aesch folgende Berufe: 8 Bauern mit eigenem Grundbesitz, 47 Tauner (Tagelöhner bei Bauern), 6 Kiefer (Küfer), 1 Hechelmann und Bauer, 2 Hechelmannen und Tauner (hechelt Hanf und Flachs als Vorbereitung zum Spinnen), 5 Posamenter (Bandweber), 1 Viehhirt, 1 Geisshirt, 1 Schweinehirt, 1 Bannwart, 4 Schneider, 1 Müller, 2 Bäcker, 1 Metzger und Wirt, 1 Leinenweber, 3 Schuhmacher, 2 Schreiner, 2 Nagler, 3 Wagner, 1 Schmied, 2 Ziegler und Tauner, 1 Maurer und Steinhauer, 1 Sattler, 3 Hafner, 1 Barbier.


1751

  • Am 14. Juni wird eine Spezifikation von Vieh von Bürgern und Einwohnern, das während des Sommers auf Gemeindeland laufen gelassen werden darf, durchgeführt 64 Melkkühe, 8 Rinder, 35 Zugstiere, 2 Wucherstiere, 44 Geissen, 175 Schafe, 10 Zugpferde, 1 Füllen.
  • Aesch ist ein reines Bauerndorf.


1753

  • Einführung des Kontrakten-Protokolls im Fürstbistum. Kontrakte, d.h. Verträge, dürfen nicht mehr in Wirtshäusern abgeschlossen werden.
  • Die Männer dürfen ohne Einwilligung der "Weiber" keine unbeweglichen Güter veräussern oder Bürgschaften leisten.
  • Die Gefängnisse in der Vogtei Pfeffingen werden repariert. Trülle und Halsstock werden eingeführt. Die Verurteilten werden durch die Dorfgasse zur öffentlichen Ausstellung auf den Richtplatz geführt.


1758

  • Es ergeht eine fürstliche Verordnung gegen die während der Nacht stattfindenden Zechgelage in den Wirtshäusern und gegen das Tanzen mit Strafandrohung.
  • An die bischöfliche Trotte wird ein Gefängnis angebaut, welches aus Wachtstube und "Tollhäuschen" mit einem Halseisen besteht.
  • Der französische König erhält vom Fürstbischof das Recht, im Bistum ein Regiment Soldaten auszuheben.


1767

  • Ein "Arzt" ohne Examen lässt sich in Aesch nieder und versucht hier als Wirt zur Sonne sein Medizinhandwerk.


1770

  • In einem Beschwerdevergleich zwischen Duggingen und Aesch vom 7. Februar werden die Waldungen im Lenzberg infolge ihres "viel hundertjährigen Besitzes" der Gemeinde Aesch zugesprochen.


1771

  • Bodenzinsberechtigte in Aesch: Fürstbischof, Domkapitel, Cammerei zu Arlesheim, Landvogt Freiherr von Blarer, Kirche von Pfeffingen, der jeweilige Pfarrer von Pfeffingen und Schloss Dorneck. Aus Basel: Direktorium der Schaffnereien und Spital.
  • Zehntenberechtigt sind der Bischof, das Domkapitel und der Pfarrer von Pfeffingen.
  • Aesch zählt 655 Einwohner (308 Erwachsene, 347 Kinder [bis zum 15. Jahr]), 121 bewohnte Häuser, 121 Wohnungen, 16 landesfremde Bewohner, die ihre Heimat ausserhalb des Bistums haben.
  • Der Pfarrvikar von Pfeffingen erhält die Bewilligung, jeweils am Sonntag in der Josefskapelle in Aesch Gottesdienst zu halten.


1772

  • Die Funktionen des Untervogtes werden dem Meier (Gemeindepräsident) übergeben. Er erhält die Vogtäcker zur Nutzung.


1775

  • Der Domdekan Johann Babtist Blarer lässt auf dem 1738 von Anton Blarer für 10'000 Gulden erworbenen Schlatthof eine Kapelle erbauen, in welcher bis zum Ausbruch der Französischen Revolution wöchentlich von einem Kapuziner aus Dornach eine heilige Messe gelesen wird.


1776

  • Die Aescher müssen ihren Kluser, den Bischofswein, in den fürstlichen Hofkeller nach Delsberg bringen.
  • Der Fürstbischof hebt die in Aesch eingesetzten Jahrmärkte auf, weil sie nur von drei bis vier Krämern benützt und von der Jugend zum Tanzen und von den Männern zum Spielen und Trinken missbraucht werden.


1783

  • Es erfolgt die hochfürstliche Verordnung über die Anstellung und Besoldung der Schulmeister zu Aesch. Je nach Winterwetter variiert die Schülerzahl der Aescher Schule zwischen 20 und 70.
  • Der Lehrer Jakob Nebel bezieht in Aesch von jedem Bauer einen Sester (meist 15 Liter) Korn, vom Tauner 5 Pfund und von jeder ledigen Person die Hälfte.


1789

  • Die Aescher reklamieren beim Bischof in Pruntrut über den Zuzug von Hintersässen, der infolge Wohnungsmangel zu Beschwerden Anlass gebe.
  • In Aesch sind drei Wirtschaften: Ochsen (Franz Anton Gschwind), Sonne (Heinrich Grässlin), Linsacker (Franz Anton Meyer).
 

  • Ausbruch der Französischen Revolution.


Bild:
bildliche Darstellungen des Blarer’schen Schlosses zu Aesch

Esch
 

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