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Naturschutz ist ein facettenreiches, kontrovers diskutiertes Thema. Es gibt viele Meinungen darüber, was der Natur zuträglich ist oder ihr schadet.

Alle sind sich aber sicher darüber einig, dass mit der Natur und den natürlichen Ressourcen sorgsam umgegangen werden muss und jeder seinen Teil dazu beitragen kann. Der Schutz wildlebender Arten und natürlicher Lebensräume ist zur Erhaltung der biologischen Vielfalt wichtig und auch mitentscheidend für das Wohlbefinden und die Lebensqualität von uns Menschen.

Naturschutzkonzept
Der Gemeinderat setzte 2009 für die Erarbeitung des Naturschutzkonzeptes eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Gemeinderats, der Bürgergemeinde, der Landwirtschaft, des Rebbaus, des Natur- und Vogelschutzvereins und der Verwaltung ein. Fachlich begleitet wird die Arbeitsgruppe von einem diplomierten Biologen. 2011 verabschiedete der Gemeinderat das Naturschutzkonzept. Ziel des Konzeptes ist, sämtliche schützenswerten Pflanzen- und Tierpopulationen und ihre natürlichen Lebensräume zu erfassen und zu schützen. Zuerst wurde in beinahe einjähriger Arbeit die Situation der Natur in Aesch analysiert. Es wurden Tier- und Pflanzenarten und die Lebensgemeinschaften erfasst, für die sich unsere Gemeinde besonders einsetzen muss. Alles ist im Bericht Bestandesaufnahme Naturobjekte Aesch ausführlich dokumentiert . Dieses Inventar ist die wesentliche Grundlage für eine seriöse Naturschutzbewertung. Aus dieser wurden standardisierte Pflege- und Entwicklungspläne für die wichtigsten Objekte/Biotope erstellt. Sie dienen der Verwaltung als notwendiges Instrument für eine nachhaltige Pflege schützenswerter Objekte. Erste bereits realisierte Massnahmen werden an dieser Stelle publiziert.

Nach 5 Jahren Umsetzung des Naturschutzkonzepts Aesch wurde eine Zwischenbilanz gezogen. Dabei wurden folgende Fragen gestellt:
  • Was wurde bisher gemacht?
  • Was wurde bisher erreicht? Waren die Massnahmen zweckmässig?
  • Welche Akteure sind im Naturschutz tätig und welches sind die Synergien zwischen ihnen?
Die Zwischenbilanz zeigt unter anderem auf, dass in der Periode 2009 bis 2016 sehr viele Massnahmen umgesetzt werden konnten in den Bereichen Wald, Landwirtschaft inklusiv Rebland, Gewässerräume und Siedlung. Von Pflegemassnahmen im Gebiet Rüti und Hollenrain profitieren zum Beispiel die dort vorkommenden Zauneidechsenbestände. Und die seltene Schmetterlingsart Rostbraunes Ochsenauge hat sich seit 2009 ausgebreitet und kommt heute im Gebiet Erlengraben, Rüti und Tschäpperli vor. Der Edelfalter fliegt im Juli auf blütenreichen Waldrändern und Waldlichtungen.

Dem Siedlungsgebiet – inklusiv Verkehrsflächen – kommt für den Naturschutz in Aesch eine bedeutende Rolle zu, da zum Beispiel fast die gesamte holozäne Taulaue, also ein ganzer Naturraum, sowie weite Teile der Niederterrasse (im geologischen Sinn) Bauzonen sind. Etliche gute Beispiele für naturnahe Gestaltung und Pflege von Flächen oder ökologischen Ausgleich in der Siedlung konnten bereits realisiert werden. Beim Einsatz der Mittel wurde auf eine gute Effizienz geachtet, Synergien zwischen verschiedenen Akteuren konnten optimal ausgenutzt werden.

Der vollständige Zwischenbericht Naturschutz in Aesch 2009 – 2016 ist hier als PDF verfügbar.

Schwalbenhaus Kindergarten Ziegelbünten
Zusammen mit der Bürgergemeinde Aesch konnte die Einwohnergemeinde Aesch am 30. März 2015 im Areal des Kindergartens Ziegelbünten ein Schwalbenhaus mit ca. 55 Nestern errichten. Bei der offiziellen Einweihung im Juni 2015 war erfreulicherweise ein Teil der Nester bereits bewohnt. Dies zeigt, dass das Haus ein dringendes Bedürfnis der Schwalben nach neuen Nistplätzen darstellt.
Wir danken allen Beteiligten für das engagierte Mitwirken. Der Familie Meyer für die gute Idee, der Bürgergemeinde für die grosszügige Mitfinanzierung beim Bau, der Kindergärtnerin für das zur Verfügung stellen des Platzes und dem Natur- und Vogelschutzvereins Aesch-Pfeffingen für die zukünftige Pflege der Nester.

 





Schwalbenhaus