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Papiersammlung neu aufgegleist: sicherer, öfters, professionellerHäufigere Papiersammlungen für Fr. 34'000 weniger als bisher und professionelles, gefahrlose Einsammeln ohne Einkaufswägeli: Der Gemeinderat geht einen bereits andernorts erprobten Weg und bietet den betroffenen Organisationen teilweise Kompensationen an. Jahrelang wurde die Papiersammlung durch die Schulen und die beiden Pfadi-Abteilungen vorgenommen. In der Regel war das sehr gute Arbeit, und den Organisationen gebührt dafür ein ganz grosses Dankeschön!Warum also dieser Wechsel? Verschiedene Gründe führten zu diesem Entscheid, der in verschiedenen Gemeinden bereits mit Erfolg erprobt worden ist. Denn in den meisten grösseren Gemeinden werden Papiersammlungen durch professionelle Fuhrunternehmen durchgeführt. Im Vordergrund steht für den Aescher Gemeinderat die Sicherheit. Das Einsammeln des Papiers mit Einkaufswägeli ist nicht mehr zeitgemäss und führt immer wieder zu gefährlichen und ärgerlichen Situationen auf Strassen und Trottoirs. Zwar kam es glücklicherweise bis uns noch nie zu einem grösseren Zwischenfall, in anderen Gemeinden wurden jedoch Schüler schon verletzt. Die Pfadfinder führen die Sammlung mit Hilfe der Eltern und mit vielen privaten Fahrzeugen durch. Über den (Umwelt-) Sinn einer solchen Sammlung mit zahlreichen Fahrzeugen lässt sich gewiss diskutieren. Der Gemeinderat möchte zudem nicht bis zu einem Unfall zuwarten. Bei Regen und Schnee wird die Sammlung überdies nicht immer sauber durchgeführt, was zu grosser Mehrarbeit für die Angestellten des Werkhofs und zu vielen Klagen seitens der Bevölkerung führt. Durch die Vergabe an ein Fuhrunternehmen profitiert direkt jeder Bürger und jede Bürgerin, wird doch die Zahl der Papiersammlungen von heute acht auf neu zehn Sammlungen pro Jahr erhöhnt (jeder 3. Mntag im Monat [ausser Mai und Juli]). Dies kostet uns erst noch gegen Fr. 34'000 weniger. Und was ist mit den Einnahmeausfällen für die Schulen und die Pfadi-Abteilungen? Der Kanton leistet seit 2008 einen grossen Beitrag an die Lagerkosten. Dieser Beitrag ist weit höher als jener, der durch Papiersammlungen eingenommen wird. Eltern merken dies bereits direkt an den stark rückläufigen Lagerkosten. Für kleinere Projekte und Beiträge in die Klassenkasse sind für die Schulklassen künftig Umwelteinsätze vorgesehen, welche mit einem Betrag entschädigt werden. Ein sehr gut funktionierendes Konzept „D’Jugend packt a!“ besitzt bereits die Gemeinde Muttenz, welche eine Jahresplanung für Umwelteinsätze der Schulen besitzt. Mit den beiden Pfadi-Abteilungen wurde das Gespräch gesucht, um eine Lösung für die Ausfälle zu finden. Zur Diskussion standen ihre finanzielle Situation, mögliche Einsatzgebiete wie Neophytenbekämpfung, Klusbach- und Feuerstellen-Pflege sowie der Wunsch nach ganztägigen Einsätzen. Zur Zeit wird eine Vorlage erarbeitet, welches es den Pfadi-Abteilungen ermöglicht, die Ausfälle mit etwa gleich grossem Aufwand wie bei der Papiersammlung zu einem grossen Teil zu kompensieren. Angeboten werden sinnvolle und lehrreiche Arbeitseinsätze in unserer Umwelt. Die Vereine werden wählen können zwischen Einzeleinsätzen und solchen, die sich in zeitlichen Abständen wiederholen. Je nach Beteiligung und Einsatzgrösse werden diese Arbeiten finanziell durch einen Leistungsauftrag entschädigt. Daneben wird auch das neue Jugendförderungsprojekt die finanzielle Situation verbessern. Das Konzept zur Jugendvereinsförderung sieht vor, dass die Gemeinde Jugendvereine nach festgelegten Kriterien mit einem Grundbeitrag finanziell unterstützt. Die Kriterien berücksichtigen die unterschiedlichen Bedürfnisse der Vereine wie auch der Jugendförderung. Den direkt betroffenen Organisationen (Pfadi, Musikverein und Sekundarschule) wird Ende November das Konzept vorgestellt. Die Primarschule leistet bereits seit einiger Zeit Umwelteinsätze an Stelle von Papiersammlungen. Fazit: Mehr Papiersammlung für weniger Geld, keine gefährlichen Situationen für die Schülerinnen und Schüler, deutlich weniger Aufwand für den Werkhof und für die Gemeinde, nützliche Einsätze für die Pfadfinder, damit diese ihre Ertragsausfälle möglichst kompensieren können. Aus unserer Sicht eine sinnvolle neue Lösung, die breiten Nutzen bringt. Der Gemeinderat Datum der Neuigkeit 19. Nov. 2009
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