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Neuigkeiten

Aesch in Bewegung: Rückblick 2018 und Ausblick 2019

Auch im vergangenen Jahr 2018 hat sich in Aesch einiges bewegt. Am deutlichsten sieht man das aktuell an den riesigen Erdhaufen bei der Durchstich-Baustelle, die in den Wochen seit dem Einschub der Deckenplatte Anfang Oktober in den Himmel gewachsen sind. Auch wenn die rund 1200 Tonnen schwere Betonplatte – wie vorgesehen – ganz langsam und sachte eingeschoben wurde, markiert dieser Schritt einen Meilenstein für den Zubringer Pfeffingerring, der seit über 30 Jahren bewegt. 2020 sollen die ersten Autos durch den Tunnel rollen. Bereits 2019 hat es der Durchstich aber zum Sujet der Aescher Fasnacht gebracht – diese steht unter dem Motto «Mir stäche duure…». Parallel zum Fortschreiten der Arbeiten am Durchstich haben zudem die kantonalen Planungen zum Aescher A18-Vollanschluss wieder Fahrt aufgenommen.

Für ein weiteres wichtiges Projekt wurden an der Gemeindeversammlung im September die ersten Weichen gestellt: Das Ja zum Planungskredit Löhrenacker ermöglicht nun detaillierte Abklärungen zu passenden Räumlichkeiten für Kulturvereine. Ebenso geprüft werden die Ausgestaltung und Ermittlung der Nutzer und Kosten einer neuen Sporthalle sowie die künftige Nutzung der Mehrzweckhalle. Die Abklärungen und der Dialog mit den Vereinen laufen auf Hochtouren.

Auch zwischen dem Durchstich und dem Gebiet Löhrenacker bewegte sich 2018 etwas: Das Gesamtkonzept Aesch Nord ist in Arbeit nachdem die Gemeindeversammlung den entsprechenden kommunalen Richtplan genehmigt hat. Im Gesamtkonzept, das bereits im 2019 vorliegen soll, wird detailliert aufzeigt, wie sich das Gebiet mit einer angestrebten Mischnutzung aus Gewerbe und Wohnen entwickeln soll. Für nachhaltige Bewegung in Aesch Nord soll künftig der Ausbau von ÖV, Fuss- und Velowegen sorgen.

Bewegung gab es im vergangenen Jahr auch bei der Weiterentwicklung verschiedener Quartierpläne: der QP Häslirainweg wurde von Gemeindeversammlung und Regierungsrat genehmigt und bei der Überbauung Spitzenrain war Baubeginn, wie aufmerksame Beobachter sicher bereits festgestellt haben. Das Interesse an den sich in Bau befindlichen Eigentumswohnungen und Reihenhäusern ist bereits gross.

Natürlich entwickelt und bewegt sich Aesch nicht nur baulich. Ein grosser Schritt in Richtung einer noch besseren Zusammenarbeit im Birstal erfolgte im Februar mit der Gründung des Vereins Birsstadt, bei der Aesch als Präsidialgemeinde federführend war. Mit dem Zusammenschluss der zehn Birsstadt-Gemeinden zu einem Verein inklusiv Geschäftsstelle und der neuen Homepage www.birsstadt.swiss wurde die regionale Zusammenarbeit intensiviert und professionalisiert.

Über eine konstante Bewegung – und zwar aufwärts – durften sich 2018 die NLA-Volleyballerinnen von Sm’Aesch-Pfeffingen freuen. Der Beinahe-Meistertitel und die internationalen Erfolge haben eindrucksvoll gezeigt, dass Schlüsselspielerin Madlaina Matter im April nicht umsonst den Kultur-, Sozial- und Sportpreis gewonnen hat. Ebenfalls ausgezeichnet wurden der Cäcilienchor und die Guggenmusik Schlössli-Schränzer. Der Sportförderpreis ging an das Karate-Nachwuchstalent Amir Mneimne. Seit September wird die Jury des Kultur-, Sozial- und Sportpreises durch Dario Celant als Vertreter der Bevölkerung verstärkt nachdem das verdiente Mitglied Werner Müller zurückgetreten war.

Dass es nicht immer schlecht sein muss, wenn man sich im Kreis bewegt, zeigt der interaktive Dorfrundgang «Aesch bigott» (www.aeschbigott.ch), der im Juni eröffnet werden konnte und mit dem es spielerisch allerlei Wissenswertes zu entdecken gibt. Wer sich, bewaffnet mit dem Smartphone, auf den Rundgang begibt, hilft in der virtuellen Rahmenhandlung mit, die Aescher Weinernte zu retten. Das hat offenbar bereits auf Anhieb hervorragend geklappt: Die Aescher Winzer konnten Ende Herbst jedenfalls auf eine hervorragende Ernte zurückblicken – qualitativ und quantitativ.

Noch weiter hinaus ins Grüne als die Teilnehmenden des Dorfrundgangs hat es im Juni die 6.-Klässler aus Porrentruy und Aesch beim Lama-Spaziergang in der Oberen Klus getrieben. Es war ein zweisprachiges Treffen, ganz im Sinn der Jumelage mit der Partnergemeinde Porrentruy. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Arbeitsgruppe Jumelage Porrentruy und der Aescher Klassenlehrerin Nathalie Meyer konnte damit zum ersten Mal der lang gehegte Wunsch nach einem Schüleraustausch realisiert werden. Dabei wurde der Besuch aus Porrentruy sogar von den zahlreichen Gastgeberfamilien über Mittag zu Hause bekocht. Ende Jahr wurde die Jumelage zudem fast schon traditionell mit einem Lehrlingsaustausch gepflegt.

Der heisse Sommer besorgte dem Gartenbad zum vierten Mal in Folge über 100'000 Gäste – eine Serie, so rekordverdächtig wie die Trockenheit. Diese hatte nebst herrlichem Badewetter auch grösste Waldbrandgefahr gebracht. Das führte während mehrerer Wochen zu einem absoluten Feuerverbot. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an die Bevölkerung für das Verständnis und die Disziplin – insbesondere auch an die Kinder und Jugendlichen rund um die Feierlichkeiten zum 1. August.

Nach dem Ende der Badesaison wurde auf dem sanierten Dach des Garderobengebäudes die geplante Fotovoltaik-Anlage realisiert. Sie soll künftig einen möglichst hohen Anteil des Strombedarfs im Gartenbad abdecken. Weitere Anlagen sind in Abklärung, damit Aesch mit der eigenen Produktion von erneuerbarer Energie einen weiteren Beitrag zu den Energiesparzielen des Bundes leisten kann.

Eine wichtige Weichenstellung wurde an der Gemeindeversammlung im September eingeleitet: künftig soll der Gemeinderat neu im Majorzverfahren gewählt werden. Eine entsprechende Änderung der Gemeindeverordnung wurde von der Aescher Stimmbevölkerung Ende November an der Urne bestätigt. Mit dem «Majorz» wird das Wahlverfahren der gängigen Praxis im Kanton Basel-Landschaft angepasst.

Für Bewegung sorgten auch im Jahr 2018 die Aescher Feste und Feierlichkeiten. Besonders zu erwähnen sind die «Usestuelete» des Aescher Gewerbes, welche zum Grosserfolg wurde, sowie der Banntag mit seinem 100-Jahr-Jubiläum. Nicht zu vergessen, die vielen «Evergreens» wie die Fasnacht mit ihren vielen Aescher Facetten (und der Wiedereröffnung des Gasthof Mühle), der Musikabend, die Akkordeon-Gala, die Vorstellungen der Theatergruppe, der Portiunkula- sowie der Weihnachtsmarkt und viele andere.

Viel Bewegung gab es auch in der Klus – nicht nur während der Ernte, sondern auch am «Räbesunntig» und während der Rebwache. Seine sportliche Seite zeigte Aesch etwa beim Eierlesen, dem Marco Streller-Cup, beim Birsegg-Lauf oder beim «Schnällscht Aescher» und, natürlich, bei den Spielen des FC Aesch oder Sm’Aesch-Pfeffingen – ob auf dem Platz oder im Publikum. Ja sogar Berge wurden erklommen – wie beim Wanderausflug nach Unterschächen im August.

Ausblick: Spielplätze und neue Gesichter – was Aesch 2019 bewegen wird

Nun wendet sich der Blick in die Zukunft. Und in die Gegenwart! Denn auf der Verwaltung steht das frisch angebrochene Jahr im Zeichen des Neuanfangs. Schon bald wird es an der Spitze zu zwei wichtigen Veränderungen kommen: aus persönlichen und beruflichen Gründen tritt Sabrina Häring nach sechseinhalb Jahren aus dem Gemeinderat zurück. Mit ihr verliert die Aescher Exekutive Ende Januar nicht nur ganz viel Fachwissen, sondern auch einen geschätzten Farbtupfer. Ab Februar wird Stephan Hohl als erster Nachrückender ihren Platz im Gemeinderat übernehmen.

Fast gleich lang wie Sabrina Häring verstärkt Verwaltungsleiter Mattias Gysin die Gemeinde. Er verlässt die Verwaltung Mitte Februar, um als Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG) für die Interessen der Gemeinden einzustehen – auch für Aesch. Die Suche nach einer Nachfolge ist in Gang, es sind bereits vielversprechende Dossiers eingetroffen.

Der Gemeinderat bedankt sich bei Sabrina Häring und bei Matthias Gysin für die gute und wertvolle Zusammenarbeit, die man nach diesen gemeinsamen Jahren gerne auch ein bisschen «feiern» darf. Auch wenn der Abschied schwerfällt, begreift der Gemeinderat die Veränderungen an der Spitze auch als Chance für die Zukunft und freut sich darauf, sich im noch jungen Jahr bald mit frischem Wind weiterzubewegen.

Eine konkrete Neuerung kann die Gemeinde 2019 bereits verzeichnen: Das Gemeinde TV läuft mit neuem Anbieter (regioTVplus statt Fadeout) weiter. Das Beste an der Änderung ist, dass neu jede Woche eine neue Sendung erscheint, anstatt wie bisher nur alle 14 Tage – und das zum selben Preis. Dies dank dem Zusammenschluss mit Arlesheim und Reinach. Deshalb erscheinen die Gemeindenachrichten neu unter dem Namen «Birsstadt TV». Die ersten beiden Aescher Sendungen können bereits auf der Website der Gemeinde angeguckt werden. Im Fernsehen werden die News aus Aesch, wie gewohnt, auf dem Infokanal der interGGA ausgestrahlt – ein TV-Angebot, bei dessen Lancierung vor zehn Jahren Aesch übrigens federführend war.

Auch an der Hauptstrasse soll sich bald etwas bewegen: Nach Rückmeldungen aus dem Gewerbe möchte der Gemeinderat die erlaubte Parkzeit auf den Parkplätzen entlang der Hauptstrasse über Mittag von 30 auf 90 Minuten verlängern. Eine entsprechende Änderung wurde beim Kanton beantragt. Da es sich um eine Kantonsstrasse handelt, ist dieses langfädige Verfahren leider nötig. Die verlängerte Parkzeit über Mittag kommt vor allem den Gästen und Betreibenden des umliegenden Gastgewerbes entgegen – eine halbe Stunde reicht nämlich meist nicht aus, um in einem Restaurant in Ruhe zu Mittag zu essen. Zur übrigen Tageszeit ist die halbe Parkstunde sachdienlich und beliebt, denn sie garantiert «einen Umschlag» vor den Läden.

Ebenfalls an der Hauptstrasse soll die Beseitigung des Nadelöhrs bei der Trambarriere Haupt-/Ettingerstrasse mit einer Verbreiterung der Fahrbahn und einer Spur für Linksabbieger weiter vorangetrieben werden. Flankierend wird von Kanton und Gemeinde ein Betriebs- und Gestaltungskonzept erarbeitet, um die Hauptstrasse auch optisch attraktiver zu machen. Bis zur Umsetzung braucht es allerdings noch etwas Geduld. Für die Verbreiterung der Hauptstrasse hat die Gemeinde im besagten Bereich bereits die Liegenschaft des ehemaligen Restaurants Schlössli erworben.

Weitere Entwicklungs-Optionen bezweckt die Gemeinde mit dem Erwerb der Liegenschaften an der Ecke Hauptrasse 72 / Bahnhofstrasse 1 (Gisiger Sport u.a.). Hier sollen vor allem Platzreserven für die künftige Entwicklung geschaffen werden – für die Gestaltung der Kreuzung Haupt-/Pfeffingerstrasse oder eine langfristige Planung einer Tramverlängerung zum Bahnhof. Im Bereich Langsamverkehr wir die Umsetzung der Ende 2018 von der Gemeindeversammlung beschlossenen Beleuchtung des Velowegs zwischen Aesch und Reinach geplant.

Wenn man bei der Betrachtung der baulichen Entwicklung die Flughöhe vergrössert, ‘landet’ man beim Grossprojekt der für Aesch zukunftsweisenden Zonenplanrevision. Reglement und Planentwurf liegen vor und gehen 2019 in die Vorprüfung, danach in die öffentliche Mitwirkung.

In der ersten Jahreshälfte 2019 sollen zudem bereits die ersten Ergebnisse zur Löhrenacker-Planung vorliegen. Danach könnte die konkrete Planung erfolgen, sodass die detaillierte Vorlage im besten Fall bereits in diesem Jahr an die Gemeindeversammlung kann – damit Aesch sein vielfältiges Potential an Bewegung auch in Zukunft voll entfalten kann.

Das gilt auch für die Kinder: Damit diese sich auf zeitgemässen Spielplätzen austoben können, hat der Gemeinderat einer Aufwertung und Erneuerung der Spielplätze vorderste Priorität eingeräumt bei der Überprüfung der Legislaturziele im vergangenen Sommer. Eine entsprechende Arbeitsgruppe wird noch diesen Monat eingesetzt. Über den Fortschritt der Planung informiert der Gemeinderat laufend. Daneben wird die Kindergartenstrategie überprüft und allenfalls der Bevölkerungsentwicklung in den Quartieren angepasst. Weiter soll die Familienergänzende Betreuung (FEB), die der Bevölkerung moderne Kinderbetreuungsangebote zur Verfügung stellt, ein entsprechendes Reglement erhalten.

Eine der wichtigsten Herausforderungen bleibt auch 2019 die Planung und Förderung des Bereichs Wohnen im Alter. Neben dem bestehenden Angebot soll künftig vor allem auch betreutes Wohnen angeboten werden. Ein entsprechendes Konzept mit Wohnungen nahe beim Alterszentrum ist in Erarbeitung. Da die Ansichten über die Umsetzung aktuell noch unterschiedlich sind, besteht eine Arbeitsgruppe aus der Gemeinde Aesch, dem Alterszentrum und der Gemeinde Pfeffingen. Für eine Verbesserung der stationären Altersbetreuung und eine engere Zusammenarbeit innerhalb der Birsstadt-Gemeinden, beschäftigen sich diese 2019 mit der Bildung einer gemeinsamen «Altersregion».

In Sachen Digitalisierung fokussiert sich die Verwaltung auf die Erneuerung der Gemeindewebsite, die auch mit einer Erweiterung des Online-Schalterangebots einhergehen soll. Im Bereich Finanzen steht die Einführung eines neuen internen Kontrollsystems an. Damit der Bevölkerung auch künftig die bestmögliche Kehrichtentsorgung zur Verfügung steht, wird das Angebot neu ausgeschrieben. Der Vertrag mit dem bisherigen Anbieter läuft aus.

Zu einem kulturellen Leckerbissen könnte es diesen Sommer auf dem Schlossplatz kommen. Die Planung des Events treibt bereits erste feine Knospen – was für eine Kulturblume im August hoffentlich erblühen wird, bleibt vorerst aber noch eine Überraschung.

Bereits jetzt möchte der Gemeinderat ein herzliches Dankeschön an alle Freiwilligen richten, die sich Jahr für Jahr für das Wohl von Aesch einsetzen, die das Dorf bewegen und beleben und die mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag für die Gemeinde leisten. Wir wünschen allen ein erfüllendes und erfolgreiches 2019!

Gemeinderat Aesch


Es geht vorwärts: Seit dieser Aufnahme wurde beim Durchstich bereits wieder viel Erdreich bewegt.
Es geht vorwärts: Seit dieser Aufnahme wurde beim Durchstich bereits wieder viel Erdreich bewegt. (Foto: zVg Jauslin-Stebler AG)

Datum der Neuigkeit 18. Jan. 2019